Tresenfuchs

Der Rechner für deine offene Ladenkasse.

Geldkassette auf, Tablet an: Der Tresenfuchs rechnet am Stand Summe, Pfand und Wechselgeld – schnell, groß und ohne Kopfrechnen. Er ist bewusst kein Kassensystem: kein Bon, keine TSE, keine gespeicherten Verkäufe.

Tresenfuchs auf dem Tablet: Summe 22,00 €, 50 € gegeben, Wechselgeld 28,00 € groß angezeigt

Grundlagen

Was ist eine offene Ladenkasse?

Bei der offenen Ladenkasse liegt das Bargeld in einer Geldkassette oder Schublade – ohne elektronische Aufzeichnung der einzelnen Verkäufe. Die Tageseinnahmen werden am Abend zurückgerechnet und in einem Kassenbericht festgehalten. Viele Stände auf Weihnachtsmärkten, Volksfesten, Wochenmärkten und Vereinsfesten arbeiten so.

Was dabei fehlt, ist ein Helfer fürs Rechnen am Tresen: Drei Getränke, zwei mit Pfand, eine Tasse zurück, der Gast gibt einen Zwanziger. Genau dafür gibt es den Tresenfuchs.

  1. 1

    Morgens

    Wechselgeld in die Geldkassette, Tablet einschalten. Sortiment und Preise sind schon drauf – auch ohne Internet.

  2. 2

    Am Tresen

    Produkte antippen, Schein wählen, Wechselgeld ablesen. Der Tresenfuchs rechnet, das Geld bleibt in deiner Kassette.

  3. 3

    Abends

    Geld zählen und Kassenbericht schreiben – wie gewohnt. Der Tresenfuchs ersetzt den Taschenrechner, nicht deine Buchführung.

Vergleich

Kassensystem oder Rechner?

Wer „Kassensystem ohne Bon“ oder „Kasse ohne TSE“ sucht, sucht meist etwas Einfacheres als ein Kassensystem. Der Unterschied auf einen Blick:

Merkmal Kassen­systemElektronisches Kassensystem Tresen­rechner
Rechnet Summe & Wechselgeld Ja Ja – riesig angezeigt
Pfand & Rückgabe Je nach System Ja, mehrere Stufen
Speichert Verkäufe Ja, jeden einzelnen Nein
TSE (Sicherheitsmodul) Ja, vorgeschrieben Keine
Bon / Beleg Ja Kein Bon
Läuft ohne Internet Je nach System Ja

Wichtig: Welche Form der Kassenführung für deinen Betrieb zulässig ist, hängt von deinem Betrieb ab. Das klärst du bitte mit deinem Steuerberater – wir beraten nicht steuerlich und nicht rechtlich.

Geplant: Kassenpflicht ab 2028

Die Bundesregierung hat am 23. September 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen: Unternehmen mit mehr als 100.000 € Jahresumsatz sollen ab 2028 ein elektronisches Kassensystem mit TSE nutzen. Liegt der Barumsatz bei höchstens 12.000 € im Jahr, soll die Pflicht nicht greifen; unterhalb der Grenze bleibt die offene Ladenkasse möglich. Weitere Ausnahmen soll das Bundesfinanzministerium per Verordnung regeln – als mögliche Fälle nennt es unter anderem Wochen- und Jahrmärkte. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen – Stand: Oktober 2026.

Fragen

Offene Ladenkasse & Tresenfuchs

Brauche ich für den Tresenfuchs eine TSE?

Der Tresenfuchs selbst hat keine TSE, weil er nichts aufzeichnet. Ob du für deinen Betrieb ein Kassensystem mit TSE brauchst oder mit offener Ladenkasse arbeiten kannst, klärst du bitte mit deinem Steuerberater.

Druckt der Tresenfuchs Bons?

Nein. Er speichert keine Verkäufe und hat keinen Drucker-Anschluss – es entsteht also auch kein Bon und kein Beleg.

Hilft mir der Tresenfuchs beim Kassenbericht?

Indirekt: Wer am Stand richtig rechnet, hat abends weniger Differenzen in der Geldkassette. Den Kassenbericht führst du wie gewohnt selbst – der Tresenfuchs liefert dafür bewusst keine Zahlen.

Was unterscheidet den Tresenfuchs von einem Kassensystem?

Ein Kassensystem zeichnet jeden Verkauf auf. Der Tresenfuchs rechnet nur: Summe, Pfand, Rückgabe und Wechselgeld. Nach „Abgeschlossen“ ist der Vorgang weg – es gibt keine Belege, keine Tagesumsätze und keine Auswertungen.

Schluss mit Kopfrechnen am Tresen.

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